Archiv für den Autor: admin

Mein Blog

23. August 2017

Nun könnte man sagen, die Trainingsvorbereitungen zum Alpencross sind abgeschlossen. Der Tagesrucksack ist schon gepackt – und gaaaanz wichtig, die Verpflegung ist schon an Bord. Am Sonntag geht es dann los, in die Nähe von Garmisch, dort starten wir dann unsere 6-tägige Tour über die Alpen, bis zum Gardasee!!!!

Ich freue mich und bin total gespannt, was ich auf diesem Weg von rund 380 km so alles erleben werde.
IMG_5851

Es grüßt Euch – Hannibal-Iron-Gine

 

7. Jan. 2017

Ein gutes Neues Jahr für Alle da draußen!
Vorsätze habe ich keine, ich setze gleich alles um, was ich will.
Heute war ich seit einiger Zeit mal wieder im Schwimmtraining, bei unserem super Trainer Olaf. Zu meiner Verwunderung konnte ich sogar mithalten und das nach so langer Schwimm-Trainings-Abstinenz. Das Training war wieder einmal brutal abwechslungsreich und anspruchsvoll, aber ich konnte mithalten. Boah boah boah, da geht was.
Was ein Glück, das ich schon zur Mitteldistanz am 4. Juni angemeldet bin. Mal sehen, ob dies mein einziger „Saisonhöhepunkt“ wird.

Horrido, packt euch warm ein, es ist kalt da draußen!
Iron-Gine

_______________
27. Dez. 2016
Liebe Follower, ich war faul und gefrässig die letzte Zeit, ich gebe es zu.

Heute früh bin ich aber mit einem Nüchternlauf gestartet und es hat guuuut getan. Ich weiß nicht, was euch antreibt, nach draußen zu gehen, aber bei mir ist es vor allem das Gefühl hinterher!!! Na gut, währenddessen ist auch nicht schlecht ,-) aber hinterher fühle ich mich immer wie runderneuert. So auch heute.

Und ich habe gestern auch meine Anmeldung für den Moret Triathlon am 4. Juni klargemacht. Jepp, in diesem Jahr wird es „nur“ eine Mitteldistanz werden – aber das sind ja auch Hessischer Meisterschaften 😉

Also, passt auf euch auf und trainiert ordentlich!

Iron-Gine

____________________28.08.2016
Mein kleiner Bericht von meinem ersten Liga-Start in diesem Jahr kommt zwar spät, aber er kommt! Eigentlich wollte ich mich ja davor drücken, in der Liga zu starten, vor allem wenn die Startzeit die letzte an diesem Tag ist – und es war die letzte! Die Peinlichkeit, womöglich als letzte ins Ziel zu kommen, wollte ich mir ersparen. Da unsere Mannschaft allerdings ohne mich nur aus 2 Männern bestanden hätte, musste ich also einspringen und war auch „wichtig!“. Ich kann sagen, dass alles in allem der Wettkampf super gut für mich gelaufen ist – wäre da nicht zum Schluss das untrügliche Gefühl gewesen, dass ich bei den letzten Läufern auf der Strecke bin. Das untrügliche Gefühl bestätigte sich dann beim Zieleinlauf auch tatsächlich, denn ich konnte gerade mal einen Läufer hinter mir lassen.
So war ich 30 min. für 1,4 km beim Schwimmen, 1:26 für 40 km auf dem Rad und 1:04 für 10 km Laufen unterwegs.

Meine Beine waren später recht müde, wen wunderts, bei der Vorbereitung, aber ich war zufrieden und glücklich mit meinem Ergebnis – und darauf kommt es an!

Jippi, mein erster Triathlon in 2016!

____________________16.08.2016 Gestern war Ruhetage, das war nach der MTB-Tour am  Sonntag auch ganz gut, denn die Beinchen waren etwas wie Pudding. Allerdings hat es mich dazu ermutigt, mich doch noch last-minute für einen Wettkampf anzumelden. Obwohl die Distanz mit der Olympischen aktuell recht ambitioniert ist, werde ich das Abenteuer am Sonntag in Rodgau auf mich nehmen. Wär doch gelacht, wenn ich die Strecke nicht auch irgendwie bewältigen könnte – ich werde mal den Veranstalter bitten, das Ziel etwas länger offen zu lassen 🙂

Einen schönen sonnigen  Tag wüsche ich euch! Eure Iron-Gine

_____________________14.08.2016

Heute haben wir Rockenberg gerockt! Dort fand nämlich eine RTF und CTF statt. Zusammen mit Michael sind wir recht früh auf die CTF Strecke gestartet. Wir haben uns recht spontan bei guter körperlicher Verfassung für die größte Runde entschieden, 75 km  mit 1310 Höhenmetern. Das war eine sehr schöne Strecke, technisch nicht anspruchsvoll aber landschaftlich wieder einmal nett. Und mein MTB wurde mal wieder auf den gut rollenden Slick-Reifen ausgeführt, das hat mir die notwendigen Körner gespart, damit ich auch noch gut im Ziel nach rund 6 Stunden ankam. War mal wieder eine sehr schöner Tour zusammen mit Michael!

Und jetzt werden die Kalorien nachgetankt!

_______________________________

11. August 2016

Letzten Sonntag habe ich in der Tat erst die erste RTF der Saison gemacht. Es war wunderbar mal wieder mit meinem „blauen Boliden“ durch den Odenwald zu fahren. Immer wieder schön, in welch tollen Landschaft wir wohnen.

Die knapp 90 km mit meinen beiden Begleiterinnen Ines und Nicole sind förmlich vorbei gehuscht und ich habe mich pudelwohl gefühlt – auch Stunden später und am nächsten Tag. Also, es gibt noch Aussicht auf weiterne Triathlon-Spaß!

Außerdem bin ich gerade dabei, meinen Freund Sascha dazu zu bringen, seinen lang ersehnten Wunsch, nämlich einen Ironman zu finishen, in die Tat umzusetzen. Ich arbeite noch daran, ihn zur Anmeldung zu überreden. Argumente finde ich genügend!

___________________

Hallo liebe Tria-Fans,                                            07_2016

der Juli neigt sich dem Ende und ich habe in der Tat in diesem Jahr noch keinen Triathlon gemacht. Okay okay, Laufen war seit meiner kleinen OP im letzten Jahr auch nicht wirklich meine Lieblingsdisziplin, aber so langsam geht auch das wieder.

Der Frankfurt Ironman hat mich auch in diesem Jahr nachhaltig beschäftigt. Ich war zwar auch dieses Jahr nur als Zuschauer dabei, aber das Fieber hat mich doch wieder geschnappt und nun überlege ich seither, „anmelden – oder nicht anmelden“… Das ist hier die Frage.

Gestern habe ich dann meine erste Koppeleinheit gemacht, 25 km Rad mit knapp 28er Schnitt und 5 km (den Schnitt kann ich nicht verraten) absolviert und es hat sich richtig gut angefühlt. Dabei ist mir der Gedanke gekommen, auch beim Triathlon heißt es:

Nach der Langdistanz ist vor der Langdistanz 😉

Es bleibt also spannend, wie die Saison weiterläuft.

Eure Iron-Gine

___________________________

Hallo Triathlon-Fans,                                            12.11.2015

das Jahr ist ganz schön schnell an mir vorüber gerauscht und so habe ich nichts mitgeteilt. Es liegt aber wohl auch an meinem neuen Begleiter, siehe Foto unterhalb, der mich ganz schön abgelenkt hat dieses Jahr. Der ein oder andere kann sicherlich meine Faszination fürs Mountainbiken verstehen.

Aber ich gelobe Besserung und werde zukünftig wieder häufiger von meinen sportlichen Ausflügen berichten, so wie heute. Gleich werde ich den Weg zur Arbeit mit meinem Bike machen, durch den bunten Herbstwald radeln und heute abend beleuchtet wie ein kleiner Weihnachtsbaum wieder zurück.

Also, bleibt fit und bis bald,

Eure Iron-Gine

Alwin

Mittlerweile schreiben wir den 8. Dezember 2014, und ich habe euch alle vernachlässigt, sorry dafür. Wobei ich gestehen muss, einige Spam-Mailer haben mich immer noch nicht aus ihrem Verteiler eliminiert, obwohl ich nie antworte.

Nun meine treuen Fans, seit Dezember halte ich eine neue Lizenz in Händen! Nein, nicht die Lizenz zum Töten, zumindest würde ich das dann nicht in diesen Blog reinschreiben, es ist die C-Trainer-Lizenz Leistungssport Triathlon!

In diesem Sinne werde ich nun mein nächstes Standbein aufbauen und gebe gerne mein Triathlonwissen an euch wissen. Freiwillige und Interessierte vor!

___________________________

9. Juli 2014, yes I am an IronWoman!

Jepp meine Lieben, ich habe es wieder geschafft! Mein Projekt Ironman 2014 ist wieder geglückt und sogar ohne diesen riesen Trainingsaufwand wie letztes Jahr. Obwohl das ganze nicht so geplant war. Aber wie ich feststellen musste, gehört neben der nötigen Zeit auch noch eine große Portion Motivation, um immer fleißig zu trainieren.

Lange Rede kurzer Sinn: ich habe gefinisht, zwar nicht ganz so locker und lächelnd wie im letzten Jahr, dennoch nach dem Minimalprinzip ging die Rechnung auf.

14:14:44 h hab ich gebraucht. Diesmal war der limitierende Faktor, dass ich nicht genug auf dem Rad essen konnte und so fiel es mir extrem schwer, auf der Laufstrecke kontinuierlich zu laufen.

Vielen lieben Dank an alle für die Glückwünsche und daran, dass ihr an mich geglaubt habt!

Bis bald, Eure Iron-Gine

 

 

4. Juli 2014

Es geht los, die Startunterlagen habe ich gestern schon abgeholt, da ich eh in der Stadt war, konnte ich dem Drang nicht wiederstehen und bin den vereinzelten Top-Athleten, die schon durch die Stadt gehuscht sind, gefolgt und hab am Mainkai meine Unterlagen abgeholt. Man, ich kann euch sagen, sofort hat mich das „Fieber“ erwischt. Hätte das bloß man in der langen Trainingsperiode vorher den Funken überspringen lassen.

Aber was soll ich sagen: alles Gezeter ist jetzt zu spät, es hilft nix, ich werde starten und sehen, wie weit ich komme.  Ich werde eure Unterstützung brauchen, jede einzelne!

Iron-Gine HelmArmbändchen

____________________________________________________________

29. Juni 2014 – WER HAT AN DER UHR GEDREHT!!!!

Irgendwie kann es doch nicht wahr sein, genau jetzt in einer Woche bin ich hoffentlich schon am Römer angekommen (so meine stille Hoffnung). Im letzten Jahr hatte ich ja genau zu Tatort-Beginn meinen Zieleinlauf. Ob das dieses Jahr auch klappt? Na, da hab ich noch so meine Zweifel, denn ich habe wohl ganz unbeabsichtigt das Projekt gestartet: „mit wie wenig Training kommt man noch über die Ironman-Strecke?“

Also die 2. Tapering-Woche bricht morgen für mich an und ich hoffe es läuft alles nach Plan. Mein Rad ist schonmal gewartet, die Kleider gewaschen und der neue Helm schon poliert 😉

Auf auf zu den letzten Vorbereitungen vor dem großen Tag!

 

____________________________________________

20. Juni 2014

Hallo,

die letzten Wochen waren für mich etwas turbulent und so muss ich gestehen, habe ich meinen Blog etwas vernachlässigt. Für die, die es gemerkt und vielleicht sogar vermisst haben „mea culpa“.

Dann möchte ich euch aber auch nicht verschweigen, dass ich mit mir gehadert habe, ob ich überhaupt an den Start gehe oder nicht. Wenn man einmal eine Langdistanz gefinisht hat, heisst es nicht gleich, dass man auf dieser Strecke zuhause ist. Und so war die Entscheidung im letzten Jahr vielleicht etwas zu euphorisch, direkt im nächsten Jahr diese Distanz wieder absolvieren zu wollen. Denn wie sich gezeigt hat, muss man mehr für diesen Traum tun, als sich einfach nur anmelden – „achja, oh Wunder?“

Das war nun die Vorgeschichte warum ich die letzte Zeit wieder so still war.

  Aber jetzt steht alles auf Start für den 6. Juli!

Ich bin nun vorbereitet: Einen neuen Radhelm hab ich mir gegönnt, mein Rad war in Inspektion und läuft (fast) von selbst, wie ich jetzt kürzlich festgestellt habe. Dennoch ist es so, der Mensch der sich draufsetzt muss noch selbst strampeln und so hoffe ich, dass mich meine nicht perfekte Vorbereitung doch über die Strecke bringen wird. Alle die mich kennen wissen, dass beim Laufen meine Schwäche zu Tage kommt, daher bin ich für jedes bekannte Gesicht an der Strecke froh, welches mich anfeuert.

Im letzten Jahr war ich überwältigt, wie wenig Zeit mir blieb, mich auf der Laufstrecke ganz und gar in meine Gedanken zu vertiefen. Naja, vielleicht lag es auch daran, weil man bei solch langen Belastungen schlichtweg viel langsamer denkt als sonst.

Ab Montag startet nun die Tapering-Phase, denn dann sind die letzten 2 Wochen angebrochen.

Ich freue mich auf euch am 6. Juli 2014!
Meine Startnummer ist die 903!

__________________________________

11. Mai 2014 – dreckig – nass – glücklich!

Ich gebe es zu, heute morgen wollte ich viel lieber den Sonntag bis mindestens 12 Uhr im Schlafanzug verbringen, die Wetterprognose war ja nicht vom Feinsten. Dann hab ich mich aber doch aufgerafft und war um 9:00 Uhr endlich auf dem Sattel. Die Straßen waren heute gespenstig ruhig und so habe ich ganz entspannt mein „Bergtraining“ in Wenig-Umstadt (oder war es Klein-Umstadt?) gemacht, das hat echt gutgetan. Leider hat mich dann ein kräftiger Regenschauer doch noch kurz vorm Ziel erwischt und so bin ich dreckig und klitschnass zuhaus angekommen. Was mich aber überhaupt nicht davon abgehalten hat, noch einen kleinen Koppellauf draufzusetzen. Allerdings musste ich mich erst einmal umziehen, denn so verdreckt und nass wollte ich nicht loslaufen.

Die anschließende Portion Nudeln hat doppelt so gut geschmeckt wie an Tagen ohne Training. Jetzt ist aktive Regeneration dran!

___________________________________

21. April 2014

Frohe Ostern!

Da wird es wieder einmal Zeit für einen kleinen Bericht. Im wesentlichen habt Ihr jedoch nichts verpasst, denn ich war sehr faul in letzter Zeit. Manchmal funktioniert das mit dem Training einfach nicht so wie geplant. Und ich muss ganz ehrlich gestehen, ich hab unterschätzt, wieviel Motivation man aufbringen muss, um sich direkt im nächsten Jahr auf das große Ziel Ironman vorzubereiten. Wenn alles so gut klappen würde wie schwimmen, hätte ich kaum Bedenken, aber es gehört ja noch mehr dazu als 3,8 km schwimmen.

Gestern war ich jedoch zum ersten mal in diesem Jahr auf der Ironmanstrecke, das Wetter war ähnlich dem am 7.7.2013 und so konnte ich die Magie des Ironman wieder deutlich spüren. Das hat mir echt gut getan und so hoffe ich, daß es meiner Motivation und meinem Trainingseifer neuen Schwung eingehaucht hat. Eine Runde auf der Ironmanstrecke mit An- und Abfahrt kam ich gestern auf rund 140 km, mein mentales und körperliches Wohlbefinden ist heute bestens 🙂

_____________________________________________

11. März 2014

Geht es Euch genauso? Das Frühlingserwachen  hat eingesetzt. Inzwischen habe ich schon die 3. Runde mit dem Rennrad gedreht und es fühlt sich einfach großartig an, sich mal wieder den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Am vergangenen Sonntag habe ich 13 Startern unseres Vereins beim Halbmarathon in Frankfurt zugejubelt, die waren alle echt gut unterwegs. Davon kann ich momentan nur träumen, laufen ist immer noch nicht zu meiner Lieblingsdisziplin mutiert.

Dafür war die Runde mit dem Rennrad bei bestem Wetter sehr schön. Dumm nur, daß ich schon eine Reifenpanne hatte und gleich mal wieder trainieren durfte, den Schlauch zu wechseln. Hat alles gut geklappt, ich finde, die Saison kann kommen!!!

____________________________

24. Februar 2014

Hallo! Ein paar Tage her, daß ich zuletzt geschrieben habe. Aber ich komme gerade vom 3-tägigen Swim Special aus Saarbrücken zurück und war deshalb nicht immer on. Die 3 Tage an der Landessportschule des  Saarlandes (also in meiner Heimat) haben echt wieder gut getan. Mit insgesamt 4 Schwimmeinheiten wieder sehr ergiebig. Jedoch hat die Einheit am Samstag um 6:00 Uhr richtig wehgetan. Das ist einfach keine Zeit für mich 🙁

Damit ihr einen Eindruck habt, wie die Halle früh morgens aussieht. Toll, gelle!?

Saarbrücken Swim

12. Februar 2014

Gestern hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich war wie jeden Dienstag abend zum Schwimmen mit meinen 2  treuen Begleitern verabredet, allerdings schwimmen wir erst um 20 Uhr, damit die Bahn möglichst frei ist. Im Laufe des Tages reifte in mir die Idee, ins Schwimmbad zu laufen und das Auto in der Garage zu lassen. Nach dem ich meinen Rücktransport mit M. gesichert hatte, packte ich  meinen Rucksack, möglichst klein und leicht, suchte meine Stirnlampe und meine Reflektoren. Dann bin ich gegen 18:30 Uhr losgelaufen. Die Strecke führte mich zuerst übers Feld und dann in den Wald. Als mir im Wald ein Radfahrer mit strahlender Beleuchtung entgegenkam merkte ich, wie kläglich meine Stirnlampe ist. Da dachte ich so bei mir:

Früher, da hatten wir gar keine Stirnlampen – und es ging auch!

Also hab ich für den Rest der Strecke durch den Wald und den kleinen Park die Lampe ausgemacht  – und was soll ich Euch sagen?!!!! Es war eine großartige Erfahrung. So alleine und unbeleuchtet durch den Wald hüpfen trägt eine ganz besondere Stimmung mit sich. Apropos tragen: Habe ja noch nie einen Gepäcklauf gemacht, aber wenn der Rucksack sitzt und wie bei mir unter 3 kg hat, ist das echt kein Thema. Probiert’s ruhig mal aus!

Das anschließende Schwimmtraining fiel mir zwar etwas schwerer als sonst, aber die Doppeleinheit war für den Tag gelungen und ich habe geschlafen wie ein Stein!

___________________________________________________________________

5. Februar 2014

Meine Güte, warum geht die Zeit nur so schnell vorbei. Wir haben schon Februar und der erste Trainingsblock von 4 Wochen (3 Belastungs- + 1 Entlastungswoche) ist schon vorbei. Jetzt startet also der 2. Grundlagen-Ausdauerblock.

Die letzten Tage waren für mich jedoch recht turbulent, leider weniger was das Training betrifft, sondern mehr was die Sorge um meine Mama angeht. Deshalb bin ich auch nicht immer zu allen Trainingseinheiten gekommen.

Meine Ma liegt im Krankenhaus, geplante Knie-OP, doch leider hatte sie plötzliche Herzprobleme. Mit 84 ist eine Vollnarkose kein Spaziergang mehr.

Daran merkt man wieder, daß die Gesundheit echt das allerwichtigste ist. Drückt mir und meiner Ma bitte die Daumen.

Schöne Woche! Eure Iron-Gine

____________________________________________

25. Januar 2014

Der Wiedereinstieg in ein geregeltes Trainingsprogramm ist offensichtlich geschafft. Momentan liege ich mit 8 Trainingsstunden pro Woche zwar noch nicht auf hohem Niveau, aber für mich ganz gut. Insbesondere nach der „schweren Weihnachtszeit“ fühlt es sich doch erheblich besser an.

Mein längster Lauf von 18 km war diese Woche jedoch wieder leicht schmerzhaft. Mein Außenband am linken Fuß ist trotz langer Auszeit wohl  noch nicht ganz kuriert. Hoffe das gibt sich bald, denn es liegen noch einige Trainingskilometer vor mir.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und viel Spaß, bei allem was Ihr tut!

_________________________________________

15. Januar 2014

Liebe Freunde des gepflegten Triathlon-Sports, die zweite Trainingswoche zum nächsten großen Ziel hat also begonnen. Gar nicht so einfach, wieder in einen geregelten Trainingsplan einzusteigen und den restlichen Alltag unterzuordnen. So bin ich meinen beiden Trainingspartnern  wieder sehr dankbar, daß sie mich gestern im öffentlichen Badebetrieb über die rund 2 km lange Schwimmstrecke animiert und mir die Bahn möglichst freigeschwommen haben.  Genau wie Montag abend zum ersten Hallentraining des Jahres war die Gefahr doch sehr groß, zuhause zu bleiben, da die Anziehungskraft der Couch noch enorm ist. Kennt ihr das auch? Puh, diese magnetischen Kräfte!

Aber an manchen Tagen im Winter, wenn die Sonne scheint, strahlt mich mein Bolide (der glücklicherweise im Schlafzimmer stehen darf) an und prophezeit mir schon wundervolle Trainingsausflüge und natürlich schnittige Wettkämpfe in 2014 voraus.

Bleibt dran!

____________________________________________________________

8. Januar 2014

Jetzt ist es soweit. Das Training für mein nächstes Projekt startet diese  Woche. Dabei muss ich erstmal schauen, wie ich mich aus der Winter-Lethargie befreien kann.  Für heute ist das erste Schwimmtraining 2014 geplant. Mal sehen, ob ich inzwischen etwas verlernt habe.

Beim Laufen kann ich momentan wenigstens kleine Erfolge verzeichnen, ein einistündiger Lauf funktioniert inzwischen wieder (nur einer kleinen Gehpause).

Horrido, ich werde berichten und habt viel Spaß bei Eurem eigenen Training!

_________________________________

31. Dezember 2013

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Neues Jahr 2014!

Glück

 

22. Dezember 2013

Die Offenbach Post hat mal wieder etwas über die Triathleten der SKG-Sprendlingen veröffentlicht. Danke an Dieter, der hervorragend die Kontakte zur örtlichen Presse pflegt. Die haben sogar meinen Namen in die Headline genommen, wow!

Offenbach Post 20.12.13
_______________________________________

18. Dezember 2013
Momentan hänge ich wohl eher im vorweihnachtlichen Speckgürtel fest, will sagen, so richtig will das Training noch nicht an mich gehen. Daher entfalte ich mich aktuell eher kreativ, seht selbst:

Prinzessin
hinfallen – aufstehen – Krönchen richten – weiterlaufen

_______________________________________

Mein Froschkönig!
Froschkönig

Trainingslager April 2013

IMG_0781

In Vorbereitung auf den längsten Tag des Jahres 2013 habe ich mir 2 Wochen Trainingslager auf Mallorca gegönnt. Das war auch der erste Ausflug ins offene Gewässer für dieses Jahr für meinen neuen Orca.
Er hat sich sichtlich wohlgefühlt. Dieser Tag am Meer hat mich doch sehr an den Film „Der Nebel des Grauens“ erinnert, insbesondere weil der Nebel sehr schnell am Nachmittag aufzog – glücklicherweise aber auch wieder schnell abzog.

Alles in allem war das Trainingscamp wirklich sehr schön, ich hab viele neue Leute kennengelernt!

Vierte Mitteldistanz – 2012

Walchsee 2012

So also dies war die 4. Mitteldistanz. Jedes Jahr eine.

Nach dem Auftakt am Walchsee 2010, der ja etwas unterkühlt war, hatte es diesmal der Walchsee besser mit mir gemeint. Sowohl die Temperaturen waren besser, und ich war mental besser auf die 900 Hm eingestellt. Wobei ich gestehen muss, auch diesmal kam ich nicht sooo gut wie gewünscht über die Hügel. Aber gut.

Auch die Laufstrecke hatte es wieder in sich. Ich glaube, ich war noch nie so nah am Aufgeben wie nach der 1. Runde um den See. Und ich wußte, es sollten noch 3 weitere folgen. Ich war so im Eimer, mir hatte alles so zugesetzt und… nur der Unterstützung von Steffi habe ich zu verdanken, daß ich weiterlief. Runde um Runde und ich muss gestehen, Runde 3 und 4 liefen zunehmend besser. Beinah (aber auch nur beinah) hätte ich gern die 5. Runde drangehängt 😉

Auch war meine Zeit diesmal auch versöhnlicher und alles in allem gut. Inzwischen fahre ich ja auch mit meiner Zeitmaschine über die Strecke und allein das hebt natürlich die Stimmung.

So, nach der 4. Mitteldistanz wollte ich jetzt doch mal ein „Zeichen setzen“. Gut im Hinterkopf hatte ich ja bereits seit Ende Juni 2012, daß ich für Ironman 2013 in Frankfurt angemeldet bin. Hier am Walchsee wurde mir wieder klar, daß nächste Projekt geht nicht ohne Plan und gezielte Vorbereitung!

Dritte Mitteldistanz – 2011

Köln 2011

3. September 2011, Samstag in Köln, 30 Grad, Steffi hatte ihren Smart-Wettkampf und wir haben alle mit ihr gelitten, weil die Temperaturen echt gigantische Höhen erreicht hatten und das war nun doch sehr ungewöhnlich für diesen Sommer. Dafür war für meinen Wettkampf-Sonntag eher durchwachsenes Wetter mit Regen angesagt.

Ich hatte Angst vor Regen, immerhin sollte es mein erster Wettkampf mit meiner neuen Zeitmaschine werden und wer putzt schon gerne so ein tolles schönes Fahrrad und ohnehin, schnell legt man sich bei Regen auf der Strecke ab. Zumal ich wußte, daß die Radstrecke teilweise tückisch eng ist.

Die Wettkampfbesprechung besagte dann aber am Sonntag, daß Neo erlaubt ist. Ich wollte eigentlich ohne Neo schwimmen. Erst meine Freundinnen haben mich davon überzeugt, daß ich auch ohne Neo-Verbot ohne selbigen schwimmen kann… heijeijei, auf diese einfache Idee wäre ich ja in meiner beschränkten Denke gar nicht mehr gekommen. Nach kurzer Überlegung fand ich dann die Vorstellung überhaupt nicht schlecht und je länger ich darüber nachdachte, desto besser. Schließlich würden dann alle Neopren-Starter gleich denken: „Wow, die Frau hats drauf!“

Das war auch wirklich ganz gut, denn ich bin voller Selbstbewußtsein dann zum See runter gehüpft, hab noch mit einem gutaussehenden Neoprenmenschen geflunkert und bin dann locker lässig mit einem Kopfsprung vom Pontong ins Wasser gesprungen. Jepp, da war ich. Im ersten Moment dachte ich zwar, daß das Wasser ganz schön nass und kalt ist, aber dann hat sichs gegeben.

Der Start war unspektakulär und ich habe mich hinten gehalten, bin dann einfach nur einen ruhigen Stiefel geschwommen, eigentlich ohne besondere Vorkommnisse. Wenn man mal davon absieht, daß man Innenbahn-Nachbar fast die Wende verpennt hätte und nicht merkte, daß das DLRG-Boot ihn zur Wende drängen wollte. Nundenn. Er konnte mich also trotz Neo nicht abhängen.

Der Schwimmausstieg war mir extrem leicht gefallen, mir brauchte niemand eine Hand zu reichen und ich habe in dem Kanal einige dynamische Männer überholen können. Es war echt gut ohne Neo. Wechsel aufs Rad, unspektakulär.

Bei der ersten Einfahrt in die Stadt habe ich zwar meine Aero-Trinkflasche unbemerkt  verloren, samt letzten Gel, was am Rad befestigt war, war aber alles verkraftbar. Seitdem mußte ich mir die Trinkflasche in meiner Dekolté stecken, um unterwegs auch mal was zu mir nehmen zu können. Aber kein Problem für einen ausgebufften Triathleten wie mich ;-).

Allerdings die Sache mit dem Sattel, die müssen wir beim nächsten mal besser justieren. Noch tagelang spürte ich meine beiden Sehnen und die naheliegenden Weichteile. Die verdienen den Namen Weichteile nämlich nicht mehr, weil darunter ganz schöne Knubbel zu spüren sind. Aber egal, auch diese Hürde habe ich geschafft.

Vom super Triarad runter, diesmal durften die Starter selbst die Räder auffhängen (was ein Glück, immerhin fahre ich das schönste Rad südwestlich des Urals). Aber beim Laufen mit den Radschuhen in der Wechselzone dachte ich schon: da geht nix mehr. Mir taten ja die Füße so weh, insbesondere der rechte Außenspann, der war ja schon mit einem dicken Hämatom vor dem Wettkampf ausgestattet… und jetzt das!!!! Entschied mich dann spontan für die NICHT-WETTKAMPFSCHUHE sondern für die mit Dämpfung, dummerweise ohne Schnürhilfe, aber egal, auf die Wechselzeit kam es nicht an. Die ersten „Höhenmeter“ auf die Deutzer Brücke hoch waren brutal und ich fragte mich, wie ich das bloß zu Ende bringen soll.

Auf der zweiten Runde ging es mir dann etwas besser und ich überlegte mir, ob ich diesen Gammeltritt hier wirklich bis zum Ende durchhalten will… und nein, das wollte ich nicht. Wenn ich einen schnellen Tritt angehen könne, würde es weniger lange dauern. Zuerst mußte ich mich zwar mal davon überzeugen, daß ein Halbmarathon keine Sprintdistanz ist, aber als mir das klar war konnte ich wieder einen flotten Gang zulegen und siehe da… ett ging.

Ich kam richtig gut in Gang und sammelte einen Langdistanzler mit meinem Tempo ein, mit dem ich mich dann wirklich sehr nett unterhielt. Leider mußte er zum Wendepunkt der Langdistanz noch eine Ecke weiter laufen als ich und so trennten sich unsere Wege und unsere Unterhaltung.

Auf dem letzten Teilstück konnte ich wirklich noch Gas geben und hoffte immer wieder, dass meine Oberschenkelmuskeln meiner mentalen Stärke gewachsen waren….. JA SIE SIND ES….

Was ein großartiges Gefühl. Von der Deutzer Brücke herunter hab ichs dann noch etwas krachen lassen und bin dann flockig aufs Ziel zu. Dort empfing mich Steffi, die mich auf den letzten Meter an die Hand nahm. Was ein schönes Gefühl, doch leider mußte ich die Hand loslassen, weil das so ungewohnt zu laufe war, nach dem langen Weg alleine.

Sie ließ mich los und ich lief in die Zielgerade. Puh, geschafft, 6:14 im Ziel.

Heute kann ich es kaum glauben, daß ich es mal wieder geschafft habe. Immerhin habe ich einen echten Halbmarathon gelaufen. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, wo die Kilometer 11 bis 21 hin sind, wer hat die für mich gelaufen? Unglaublich.

Meine Beine haben zwar etwas gezwickt, aber ein echter Schmerz ist anders.

Nummer 3 an Mitteldistanz, so langsam krieg ich Routine

Zweite Mitteldistanz – 2010

Verdreckte Radschuhe OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ja was für ein Wettkampf!

Ganz ehrlich, hätte ich gewußt, wiewenig Grad dieses Wasser im Walchsee hat, ich wäre nicht gestartet. Einige meiner Mitstreiter hatten ja den See vorher angetestet. Was ein Glück hatte ich so große Probleme mit dem Lager meines Vorderrades, daß ich überhaupt keine Zeit hatte, ein Testschwimmen am Samstag zu machen.

Der Walchsee empfing mich leider nicht sehr freundlich, und so regnete es eigentlich fast durchgehend an diesem Samstag. Als ich dann vorm Einchecken nochmal eine kleine Runde mit dem Rad drehte, fiel mir auf, daß etwas am Vorderrad nicht in Ordnung war. Nein nein, nicht denken! Wie immer habe ich zuvor mein Rad durchchecken lassen. Obwohl ich ein Fiepen reklamierte, beschwichtigte mich mein Mechaniker und meinte, es sei alles in Ordnung.

Die Zweifel blieben und kurz bevor ich in die Wechselzone rein wollte, testete ich den Durchlauf des Vorderrades, doch leider lief da nichts mehr. Das Rad stand, press, keine Umdrehung. Gut, es gibt ja freundliche junge Männer beim Bikeservice. Die waren auch total freundlich und hilfsbereit, so daß es am Ende nur die Möglichkeit gab, mir ein Ersatz-Laufrad für den Wettkampf zu geben, denn auf die Schnelle konnte kein passendes Lager aufgetrieben werden. Krrr, ich hatte echt Blutdruck und auch zeitweise Angst, ich könne gar nicht starten.

Als ich dann Sonntag früh den ersten Fuß in den See setzte, fragte ich mich, warum ich mir das antue. Schlagartig hatte ich das Gefühl, meine Füße seien schockgefroren, so kalt war das Wasser! Aber andererseits, was will man mit einem so begonnenen Tag sonst anfangen? Klar frühstücken, aber dann? Ich kenne mich, ich wäre den ganzen Tag brummelig mit mir. Also wartete ich auf den Startschuss.

Hey und ich kann Euch sagen, allen, die nicht mit dabei waren: Es war so arschkalt. Ein so kaltes Wasser habe ich nur in meiner Zeit beim Wildwasserfahren erlebt und da sitzt man ja bekanntlich im geradezu kuscheligen Kajak. Auf der Schwimmstrecke hatte ich dann spätestens an der ersten Wendeboje das Gefühl, langsam aber sicher ein gefrorenes Fischstäbchen zu werden. Die Bewegungen wurden steifer, die Waden wollten sich verkrampfen und ich flehte mir den Schwimmausstieg herbei.

Als ich die erste goldene Badekappe überholte, dachte ich schon, ich wär inzwischen die einzig Überlebende in diesem Eissee. Aber in der Tat, war es einer der Eliteathleten, der offensichtlich noch weniger als ich mit den Temperaturen klar kam.

Endlich durfte ich aus der eiskalten Pfütze raus und die Bilder die der Fotograf von mir gemacht hat, sprechen Bände: Das Ungeheuer vom Walchsee! (das Bild kann ich definitiv nicht in den Blog stellen)

Der Wechsel zum Rad war auch kein Spaß, denn ich war so eingefroren, daß ich mich kaum umziehen konnte. Im Wechselzelt war so ein Gewusel, daß ich sogar vergessen hatte, meine Armlinge überzuziehen. Ein fataler Fehler. Ohnehin hatte ich keine gute Kleidung für diese Wetterbedingungen dabei, ich hatte das ganze unterschätzt. Auf den beiden folgenden Radrunden kam ich auch nur schwer in Tritt, und auf der ersten Runde war ich definitiv noch nicht auf Normaltemperatur, ich glaub meine Zähne haben öfter vor Kälte geklappert. Da ich auch in 2010 immer noch keine Bergziege bin, musste ich mir eingestehen, daß ein Wettkampf mit 900 Höhenmetern (oder so) kein Spaß sind. Ich hab gelitten!

Als ich dann endlich zum Wechsel zum Laufen wieder in Walchsee ankam, war inzwischen auch die Sonne draußen und wärmte uns alle, zumindest versuchte sie es. Nach rund 1 km Lauf hielt ich an, weil ich mir sicher war, ein Stöckchen in meinem Schuh zu haben. Ich zog Schuh und Socke aus, aber nichts… kein Stöckchen. Es war einzig die eingefroren Fußsohle, die solche Empfindungen verursachte. Aua, jetzt tats noch mehr weh!

Also lief ich weiter und versuchte mir einzureden, beide Füße sind wohlig warm. Am Walchsee sind 4 Runden um den See zu absolvieren. Das läßt sich eigentlich kopfgerecht ganz gut in 4 gleiche Teile packen :-). Ich musste mir aber eingestehen, ich war „alle“ nach der Radstrecke. So schleppte ich mich echt über die 4 Runden, dachte zwar an Aufgeben, aber schließlich ist das nach der Distanz dann doch nicht so einfach, solange man noch gehen kann, und das klappte ja immer. Wobei ich mich immer zum laufen prügeln konnte, da der Wechsel zwischen gehen und laufen noch qualvoller ist.

So schaffte ich es, noch unter 7 Stunden ins Ziel zu kommen. Natürlich war ich eine von den Letzten, aber andererseits weiß ich im nachhinein, viele haben aufgegeben, weil die Kälte einfach zu groß war. Insofern war ich mit meiner Leistung wieder einmal zufrieden, habe einiges bei diesem Wettkampf gelernt:

Vertraue nie Deinem Mechaniker, wenn Du selbst den Eindruck hast, das Rad ist nicht 100%

Sei immer gerüstet auf alle Wetterlagen

Das Rennen wird im Kopf entschieden!

 

Meine erste Mitteldistanz – 2009

6. September 2009

Lange hatte ich drüber nachgedacht, welchen Wettkampf ich mir denn als erste Mitteldistanz aussuchen würde. Da meine Stärke beim radfahren eher auf der Fläche oder bergab liegt (bin eben keine Bergziege), wollte ich unbedingt eine flache Radstrecke. Da war Köln ja eigentlich ganz naheliegend.

Das ganze Jahr habe ich daraufhingearbeitet, oder vielleicht sollte ich eher sagen, dem Datum entgegen gehofft und doch nicht so recht dafür trainiert. Irgendwie überkam mich vor 5-6 Wochen die Schuld, daß ich nicht genug dafür getan habe. Genau genommen habe ich außer Rad fahren so gut wie nichts gemacht. Ich war insgesamt 4 x im See zum open-water schwimmen. Ja gut, es könnten auch 5 x gewesen sein. Aber lange Distanzen hatte ich wirklich nicht gemacht. Aber ich habe mich davon dann doch nicht entmutigen lassen, mein Vorhaben durchzuziehen.

An der Startlinie…
schaute ich mich um, wollte mich eigentlich weit hinten positionieren, aber sooo weit hinten dann doch nicht, es waren noch viele hinter mir. Nach dem der Startschuss fiel, gab es ein wenig Gekeile, aber es hielt sich im Rahmen. Ich vertraute auf meine Stärke, die sollte mich auch wirklich nicht im Stich lassen. So nach 500 m fingen die ersten an, von ihrem Kraulstil in Brust zu verfallen. Das war mein Wetter. Ich spürte meine Stärke! Dann hatte ich es auch endlich geschafft, an die Leine unten im Wasser ranzuschwimmen, an der sind die Bojen aufgereiht, damit sie im gleichen Abstand an der Oberfläche zu sehen sind. Es ist ja die Regattabahn, die das ganze Jahr so bleibt. Das war dann ganz großartig. Ich konnte mich super orientieren und fand ganz cool in meinen Rhythmus. Ich spürte schnell, es läuft. Langsam näherte ich mich auch von hinten an inzwischen langsamere Schwimmer. Als ich den ersten ganz langsam aber stetig überholt hatte, bekam ich noch mehr Oberwasser. Es war einfach herrlich zu sehen, wie man an Stabilität gewinnt und seine Kräfte optimal einteilt. Ich hatte nie das Gefühl über meine Kräfte zu arbeiten. Ab und an habe ich in den Himmel geschaut, in dem Glauben, mein Papa könne mich von dort sehen, er wäre stolz auf mich gewesen. Haltet mich für verrückt, aber als die Sonne kurz hinter den Wolken hervorkam, empfand ich es als Zeichen von meinem Papa.

Die Wendeboje hab ich sauber gekriegt, zwar mit genügend Abstand, es war mir aber lieber als Keilerei. Die 2. Hälfte zog sich etwas, zumal ich nicht mehr die Leine unter Wasser sehen konnte. Einige schwammen dann auf mich zu und keilten mich förmlich ein. Bei ca. 2 km schlug plötzlich ein kleiner Krampf in meine linke Wade ein. Wow, das war auch ein Zeichen. Von da ab wusste ich, daß es kalt ist und versuchte, den Beinschlag dezenter zu machen. Meine Kraft verließ mich nicht, allerdings zog sich das Stück ohne Leine etwas. Dann wollte ich nur ohne Krampf aus dem Wasser, das war mein Ziel. Ich konnte den Ausstieg schon vor mir sehen. Konnte die Helfer erkennen, die den Schwimmern aus dem Wasser halfen. Das war auch gut so. Trotz meiner Silikonstöpsel in den Ohren war mir leicht schwummerig und beim Ausstieg wollten nun Krämpfe in beiden Waden sich breitmachen. Witzigerweise war das nach 5 Metern Landgang vergessen und ich lief in die Wechselzone. Das Gequäle aus dem Neo muß ich allerdings fürs nächste mal üben. Noch dazu musste ich die Uhr und den Chip am Fuß ausziehen, alles wertvolle Zeit.

Aber gut, der Wechsel zum Rad lief perfekt. Alles sitzt und wackelt nicht. Frau Spreuer auf dem Radl. Die erste Verpflegungsstelle kam so rasch und ich war noch gar nicht vorbereitet, griff dann in letzter Sekunde noch einen Gelbeutel und meinte auch, es sei gut ihn zu futtern. Dann fuhr ich weiter. Versuchte meinen hohen Puls zu beruhigen, was mir auch gut gelang. Margret hatte mich im Vorfeld nach meiner Strategie gefragt. Ich habe keine, hatte ich geantwortet. Genau so war es auch. Ich werde einfach auf mein Gefühl hören. Das tat ich. Inzwischen bin ich in diesem Jahr so viele km gefahren, so lange Strecken gefahren, daß ich meine Grenzen kenne, auch wenn ich immer mit Puls fahre und den Puls im Blick habe, kann ich mich sehr gut einschätzen.

Nun fuhr ich. Fand meinen Rhythmus. Schaute kaum auf die Kilometer. Meinen Tacho hab ich fast völlig aus den Augen verloren. Ich fuhr einfach nach Gefühl. Wir hatten recht viel Wind, aber nicht so brüllermäßig. Es lief einfach. Allerdings dachte ich nach ca 30 Min., ich könne mal wieder ein Gel essen. Das sollte mir nicht so gut bekommen. So merkte ich rasch, daß mein Darm damit überlastet ist. Von da ab hatte ich nur noch wenig von meinem mitgebrachten Fruchtriegel gegessen. Auf der ganzen Strecke habe ich noch nicht einmal die Hälfte geschafft.
Erst zum Schluß schaute ich mal zart auf meine Durchschnittsgeschwindigkeit. Die lag bei erstaunlichen 30,… km/h. Enorm, ich war völlig erstaunt. Vielleicht hätte ich diesen Schnitt sogar noch getoppt, wenn ich nicht geschaut hätte. Übrigens ging es 5 x über die Deutzer Brücke und irgendwie biß die ganz schön. Wenn man sonst immer auf dem Triaaufsatz liegt und dann auf einmal über diese Brücke muß, ist das „hoch“ (jaja, lach nicht).

Der Wechsel zum Laufen stand an. Fahrrad wurde mir abgenommen, Beutel gereicht. Mit meinen Klickies lief ich bis vorn zum Zelt zum Umziehen. Hieß ja bei mir nur: Helm aus, Radschuhe aus und Laufschuhe an. Cappy auf. Und ab, zuerst hatten die da Treppen hingelegt, das war komisch. Aber schwubb war ich auf der Laufstrecke. Die ersten 1-2 km lief ich einfach so. Viele Menschen, kreuz und quer. Es waren ja die Volldistanzler schon auf der Strecke. Der Weg ging am Rhein entlang aber mit Gegenverkehr, dadurch mit vielen Abweisern und komischer Streckenführung. Irgendwann fing ich an, darüber nachzudenken, ob ich es schaffe. Aber dann dachte ich, laufen, einfach laufen. Ich tröstete mich, daß ich notfalls die Strecke gehen würde. Dann sagte ich mir, daß ich brutal stolz auf mich bin, denn die 2,5 km schwimmen waren ja auch schon super gut und kein Pappenstiel und so einfach gibt man dann nicht auf. Das war klasse. Die erste Hälfte lief so. Kleine Anflüge von: „Es läuft doch“ waren dabei, aber zaghaft. Dann hatte ich die Wende erreicht. Allerdings dieses Schnippelchen zum Schluß, quasi am Ziel vorbei, hätten sie sich sparen können. Schlechter Weg!

Die 2. Hälfte lief optimal. Ich fand immer wieder in meinen Tritt und meine mentale Stärke war enorm. Plötzlich kam ein Schritt einfach nach dem nächsten. Ich sagte mir, daß ich zum Laufen da bin und nicht zum Gehen. Das half. Das half enorm! So lief ich, mit jedem Schritt näherte ich mich dem Ziel ein Stück mehr. Und genauso gings. Auf einmal hatte ich einen Flow, es war unglaublich. Plötzlich machten mir die andern mit ihrem komischen Rhythmus auch nix mehr aus, ich hatte ja meinen Flow gefunden. So lief ich dann. Bis zur nächsten Verpflegung. An jeder Verpflegung gönnte ich mir eine kleine Gehpause, eine Coke und ein paar Salzbrezeln. So fand ich immer eine gute Grundlage und danach immer wieder in meinen Super-Rhythmus.
Hat es so was mal gegeben???

Es gab keinen Einbruch bei diesem Wettkampf, weder mental noch körperlich. Ich lief und zum Schluß zog ich sogar noch an einer Blondine vorbei und einen Endspurt an.

6:15 bin ich insgesamt unterwegs gewesen und das beste ist: Ich bin nicht zusammengebrochen. Leider konnte ich zwar das reichhaltige Buffet nicht nutzen, setzte mich dann mal auf einen Liegestuhl und gönnte mir erst nach einigen Minuten eine kleine Gulaschsuppe, aber was wollte ich denn auch mehr??? Nach einer ausgiebigen Verweildauer ganz allein mit mir (in Gedanken) packte ich meine Sachen zusammen, sammelte die Säcke ein, holte mein Rad ab und fuhr zu Stephan.

Resümé:
Es ist einfach herrlich zu wissen, daß ich es geschafft habe, ohne Blessuren davonzutragen. Ist das nicht phänomenal???? Ich bin mir sicher, daß ich diesen Wettkampf hauptsächlich im Kopf gewonnen habe. Martina hat einen großen Anteil daran. Sie sagte mir kürzlich auf der Vogesentour auf den letzten 50 km: Mensch Regine, Du musst Dir mehr zutrauen! Vertrau Dir, Du hast die Kraft!

Und genau das ist es. Wenn Du eine Sache wirklich willst, dann hast Du auch die Kraft!